Expo Milano 2015: mehrfach ausgezeichneter Deutscher Pavillon „Fields of Ideas” zieht positive Bilanz

Mit rund drei Millionen Besuchern zieht der Deutsche Pavillon „Fields of Ideas“ zum Abschluss der Expo Milano 2015 eine positive Bilanz. Neben dem Red dot Award für die beste Kommunikation im Raum zeichnete ihn zuletzt das US-amerikanische Exhibitor Magazin als besten Pavillon und für die beste Interaktivität (für das SeedBoard) aus. Nominiert ist der Deutsche Pavillon außerdem in drei Kategorien für den FAMAB AWARD. Ob es Gold, Silber oder Bronze wird, wird am 12. November in Ludwigsburg bekannt gegeben.

Die Prämierungen bestätigen die vielen positiven Rückmeldungen. Wichtige Faktoren für diese positive Bilanz am Ende der sechsmonatigen Weltausstellung in Mailand sind die Umsetzung des Expo-Themas „Feeding the Planet, Energy for Life“ in der Ausstellung und in der Pavillonarchitektur, beispielsweise in der Ressourcen schonenden Leichtbauweise. Weitere Erfolgsfaktoren waren die freundliche Betreuung der Besucher durch die Hostessen und Hosts sowie die Betonung der zivilgesellschaftlichen Projekte über die sechs Themenbotschafter, die den Besuchern die eigenen Handlungsmöglichkeiten aufzeigten.

„Am Ende der intensiven 184 Tage sind die Awards eine schöne Bekräftigung dessen, was wir hier vor Ort gesehen haben: viele zufriedene Besucher aus der ganzen Welt. Das bestätigt uns in unserem Vorgehen – nicht nur in Bezug auf die Weltausstellung in Mailand, sondern auch für zukünftige Projekte,“ sagt Dietmar Schmitz, Generalkommissar des Deutschen Pavillons und Leiter des Referats für Messepolitik und Expo-Beteiligungen im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi). „Wir haben offensichtlich den Nerv der Besucher mit den ‚Fields of Ideas‘ getroffen und konnten überzeugend die vielen Ideen und Lösungsansätze aus Deutschland für eine nachhaltige Welternährung darlegen.“ Wolfgang Marzin, Vorsitzender der Geschäftsführung der Messe Frankfurt, ergänzt: „Als Organisator des Deutschen Pavillons sind wir sehr glücklich über den hervorragenden Erfolg des Projekts. Vor allem die vielen positiven Rückmeldungen seitens der Besucher, ob auf persönlichem Weg oder via Social Media, sind eine sehr schöne Bestätigung.“

„Die Welternährung zu sichern, das ist eine wichtige Aufgabe, die uns vor einige Herausforderungen stellt“, so Peter Redlin, der als Kreativdirektor von Milla & Partner für die Gestaltung von Ausstellung und Medien im Deutschen Pavillon verantwortlich zeichnet, „aber ich denke, wir haben es mit dem Deutschen Pavillon geschafft, dass die Besucher sich auf das Thema einlassen und erkennen: Es kann richtig Spaß machen, sich einzubringen. Es war toll zu sehen, wie der Funke überspringt“.

„Mit dem Deutschen Pavillon hat sich über die sechs Monate auf der Expo ein Platz des Austausches etabliert, der Menschen zusammengebracht hat. Die lichte, einladende Stimmung des Pavillons mit seinen vielen Perspektiven und Einblicken hat Impulse gesetzt und zur Kommunikation angeregt. Ein ‚Field of Ideas‘, das bei den vielen Besuchern noch lange in Erinnerung bleiben wird“, sagt Lennart Wiechell Architekt und Partner von Schmidhuber.

Drei Millionen zufriedene Besucher

Ein vom Deutschen Pavillon beauftragtes Marktforschungsunternehmen hat die Bewertung der Besucher ermittelt. Das Ergebnis der Befragung über die gesamte Laufzeit der Expo zeigt, dass die Arbeit der Pavillon-Belegschaft, die rund 240 Mitarbeiter zählt, sehr geschätzt wurde. Mit über 90 von 100 Punkten in Bereichen wie Freundlichkeit, Kompetenz und Ansprechbarkeit erhielten sie in der Besucherbefragung eine sehr positive Rückmeldung. „Wir waren uns der Bedeutung eines freundlichen ersten Eindrucks von Anfang an bewusst. Hier haben unsere Hostessen und Hosts hervorragende Arbeit geleistet“, sagt Erol Altunay, Direktor des Deutschen Pavillons von der Messe Frankfurt. „Wir möchten, dass es für sie auch im Anschluss an die Expo beruflich positiv weitergeht. Deshalb führt der Deutsche Pavillon ein auf die Mitarbeiter zugeschnittenes Training zur Stellensuche durch, das ihnen helfen soll, sich bei anderen Unternehmen in Deutschland oder Italien erfolgreich zu bewerben,“ erläutert Altunay das Engagement der Messe Frankfurt als Durchführungsgesellschaft. Ein Teil des Teams hat bereits – nicht zuletzt aufgrund der gewonnenen Berufserfahrung und der bewältigten Herausforderungen beim Großprojekt Expo – eine Anschlussbeschäftigung gefunden.

Neben den regulären Besuchern empfing der Deutsche Pavillon auch zahlreiche nationale und internationale Delegationen aus Politik und Wirtschaft, aber auch Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die den deutschen Auftritt sehr positiv aufnahmen. Insgesamt betreute das Protokoll-Team in den vergangenen sechs Monaten weit über 6.000 Gäste. Das absolute Highlight war der Expo-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Ehemann Joachim Sauer. Sie folgte damit der Einladung von Italiens Ministerpräsident Matteo Renzi. So kam die Bundeskanzlerin am 17. August gemeinsam mit ihrem Ehemann, Ministerpräsident Renzi und dessen Ehefrau Agnese Landini auch in den Deutschen Pavillon. Damit besuchte zum ersten Mal ein deutscher Regierungschef eine Weltausstellung außerhalb Deutschlands. Merkel bedankte sich im Gästebuch der „Fields of Ideas“ für den Einblick in den „wunderbaren Pavillon“.

Der ehemalige Präsident der Europäischen Zentralbank, Jean Claude Trichet, beehrte den Deutschen Pavillon am 20. Oktober mit seinem Besuch und gratulierte Deutschland mit einem „Bravo“ zu dessen Beitrag zur Weltausstellung. Umberto Eco, der es mit seinen Romanen zu Weltruhm gebracht hat, teilte seine Freude über den Besuch der Ausstellung spielerisch mit einem skizzierten lachenden Selbstportrait im Gästebuch.

Erstmals in der Geschichte der Weltausstellungen spielte die Kommunikation der Expo sowie der Teilnehmerländer im Internet und in den Sozialen Medien eine zentrale Rolle. Der Deutsche Pavillon informierte so zusätzlich zum Webauftritt auf seinen Profilen in den Sozialen Medien. Die Verteilung der Webseiten-Besucher nach Herkunftsland entsprach der Erwartung vor der Veranstaltung: Rund 60 Prozent stammten aus Deutschland und 27 Prozent aus Italien, gefolgt von 4,7 Prozent aus den USA sowie 2,3 Prozent aus der Schweiz. Die Facebook-Fans und Follower auf Twitter hingegen kamen jeweils fast zur Hälfte aus Italien, gefolgt von Deutschland und den USA. Beiträge zum kulinarischen Angebot des Pavillons, Erfolge wie Preisverleihungen und Blicke hinter die Kulissen sowie Portraits einzelner Mitarbeiter erzielten die stärkste Reichweite bei den Internetnutzern.

Die Expo endet am 31. Oktober – und dann?

Der von Anfang an geplante Rückbau aller internationalen Pavillons wird schon wenige Tage nach der Schließung der Expo-Tore beginnen – so auch der des Deutschen Pavillons. Nachdem Technik und Ausstattung aus den Büros und der Ausstellung ausgeräumt sind, wird zuerst die Rampe, dann die Fassade entfernt. Anfang 2016 wird dann auch der Kern des Gebäudes Stück für Stück abgetragen.

Impressionen vom Deutschen Pavillon finden Sie auf der Flickr-Seite: http://m-es.se/Pg1n

Hintergrundinformation zum Deutschen Pavillon auf der Weltausstellung 2015 in Mailand
Universale, große Weltausstellungen finden im Wechsel mit kleineren Expos alle fünf Jahre statt. Die große Expo in Mailand folgt auf Shanghai (2010), Aichi (2005) und Hannover (2000). Thema der Expo 2015 ist „Feeding the Planet, Energy for Life“. Sie präsentiert sich als nachhaltiger Agrofood-Park ohne massive Monumentalbauten. Das Motto des Deutschen Pavillons „Fields of Ideas“ lautet „Be active“.
Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie verantwortet die Messe Frankfurt Organisation und Betrieb des Deutschen Pavillons auf der Weltausstellung 2015 in Mailand. Konzept, Planung und Realisierung des Deutschen Pavillons übernahm die Arbeitsgemeinschaft (ARGE) der Unternehmen Milla & Partner (Stuttgart), Schmidhuber (München) und Nüssli Deutschland (Roth bei Nürnberg). Dabei zeichnen Milla & Partner für das inhaltliche Konzept, die Ausstellungs- und Mediengestaltung verantwortlich, Schmidhuber für das räumliche Konzept, die Architektur und Generalplanung sowie Nüssli für Ausführung und Projektmanagement. Mit der Konzeption und Durchführung des Kulturprogramms am Deutschen Pavillon wurde Voss+Fischer (Frankfurt) unter der programmlichen Gesamtverantwortung von Wolfgang Weyand und Mike P. Heisel beauftragt.

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