Bosch

Smart Life Lab

Hybrid aus forschungslabor und showroom

An seinem Forschungscampus in Renningen etabliert Bosch ein neuartiges Laborformat. Das „Smart Life Lab“ macht Zukunftstechnologien unter Alltagsbedingungen erforschbar und zugleich für Kunden erlebbar.

Das Smart Life Lab verbindet zwei Funktionen in einem agilen Raum: Zum einen ist es Forschungslabor, in dem Entwickler in frühen Reifestadien untersuchen, wie Menschen unter Alltagsbedingungen mit neuen erdachten Technologien umgehen. Zum anderen dient es als Showroom, in dem Kunden das vernetzte Leben der Zukunft in realen Anwendungssituationen hautnah erleben können. Das Außergewöhnliche am Smart Life Lab: Ein Wechsel zwischen beiden Nutzungsarten ist jederzeit möglich. Dadurch wird es zu einer idealen Plattform, um Kunden noch stärker in den Entwicklungsprozess einzubeziehen und den Dialog über neue Anwendungen oder mögliche Produktverbesserungen zu intensivieren. Ein offener Innovationsraum entsteht, der neue Chancen für den Entwicklungsprozess eröffnet.

„Leitgedanke bei der Gestaltung war das Verbinden von Labor und Showroom in einem Raum, das Ineinandergreifen von Forschen und realem Erleben.”

TOBIAS KOLLMANN, CREATIVE DIRECTOR

EINE HOCHFLEXIBLE, WANDLUNGSFÄHIGE BÜHNE

Die beiden Nutzungsarten werden abgebildet durch zwei sich überlagernde Raumzonen: ein Bereich, der als Workshopzone genutzt werden kann und alle Tools für die Laborarbeit in einem riesigen Regal bereitstellt. Die andere Zone wurde konzipiert als wandlungsfähige Bühne für authentisch inszenierte Lebensbereiche wie Wohnen und Arbeiten, Kochen und Essen, Kommen und Gehen. Dank mobiler Ausstattungsmodule können die Labor-Nutzer die Lebensbereiche in kürzester Zeit variabel gestalten, Oberflächen verändern, verschiedenste technische
Geräte installieren und so schnell aktuelle Themen und Technologien aufgreifen. Sogar die Wände sind beweglich. Die agile Raumstruktur erlaubt unterschiedlich große, offene, abgeteilte oder geschlossene Zonen. In ihren verschiedenen Konstellationen lassen die hochwertig gestalteten Module realitätsnahe Umgebungen mit einer hohen atmosphärischen Aufenthaltsqualität entstehen, die doch immer als Versuchsaufbau erkennbar bleiben. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur mit einem vernetzten audiovisuellen System ergänzt die Ausstattung.

BESONDERE ZONE AUF DEM FORSCHUNGSCAMPUS

Der Zugangsbereich macht schon im Vorbeilaufen deutlich, dass Besucher hier die „normale Bürowelt“ des Forschungscampus verlassen und eine besondere Zone betreten: Sie wurde mit einer Anamorphose des Smart Life Lab Logos gestaltet. Auf dem Weg ins Labor laufen die Besucher förmlich in das Logo hinein. Es wurde an den Wänden so verzerrt appliziert, dass es vom Blickpunkt am Anfang des Flurs unverzerrt im Raum zu stehen scheint. Das Design-Konzept für das Smart Life Lab basiert auf dem Styleguide für Bosch Foyers in aller Welt, den Milla & Partner mitentwickelt haben. Schlüsselmotiv sind sich überlagernde, gegenseitig durchdringende Flächen und Kuben, die für eine neue Qualität der Vernetzung stehen – das Ineinandergreifen von Disziplinen, Forschungsabteilungen und Technologien. Dieses von Milla & Partner entworfene Sinnbild haben Tobias Kollmann und sein Team auf den gesamten Raum übertragen.

Leistungen
  • Konzeption, Gestaltung und Planung aller raumbildenden Maßnahmen und funktionaler Elemente
  • Grafische Raumgestaltung
  • Möblierung und Accessoires
  • Screendesign
  • Lichtdesign
  • Projektmarketing

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