Feature

The Time of the touchless interface

Intelligente, coronakonforme Mensch-Maschine-Schnittstellen

Auch im Interfacedesign ist die Pandemie DER Accellerator: Die Nachfrage nach berührungslosen und intelligenten Mensch-Maschine-Schnittstellen steigt und die Umstellung von Audio- und Mediaguides sowie Hands-on-Exponaten zu berührungslosen, da sensorischen Interfaces ist extrem beschleunigt. Mit seinem Innovationslabor treibt Milla & Partner seit zwölf Jahren diese Entwicklung voran.

Im Zentrum stand und steht ein menschenzentrierter Ansatz, der Zuverlässigkeit, Sicherheit, Hygiene und Datenschutz gewährleistet. Nur so entstehen erfolgreiche technische Lösungen, die Besuchende coronakonform einbinden und spannende digitale und reale Erlebnisräume ermöglichen. Über die Scheu vor Berührungen von Interfaces verändert sich das Nutzungsverhalten: Die Akzeptanz medialer Kommunikationsformate nimmt zu, während zeitgleich die Vielfalt digitaler Angebote explodiert. Damit steigt zwar die Mediengewöhnung, aber auch die Erwartungshaltung. Es gilt, nicht am Wettrennen der visuellen Aufrüstung durch Games teilzunehmen, sondern content- und situationsgerechte Formate und Ästhetiken zu finden. Und neben den berührungslosen Interfaces auch die Möglichkeit, das eigene Smartphone der Besuchenden für die Kommunikation zu nutzen.

„Technologie richtig eingesetzt, schafft Magie, Aufmerksamkeit, Individualisierung sowie gemeinsames Erleben und Interagieren. Wenn Technologie unsichtbar wird, entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Poesie und Konzentration.”

Thomas Frenzel, Creative Direction / Spatial Communication bei Milla & Partner

Neue Wege der Interaktion: die Kombination von Projection Mapping und Gestensteuerung

In your hand - die eigene Hand wird zum berührungslosen, interaktiven Interface. DIE Lösung in Pandemie- und vor allem in Post-Pandemiezeiten. Kein Screen ist notwendig, kein Smartphone, kein QR-Code, nur die eigene Hand. Die Verbindung von Projection Mapping und Gestensteuerung eröffnet völlig neue Wege der Kommunikation. Durch die Handfläche der User als Projektionsfläche UND Interface wird in Verbindung mit Gestensteuerung ein faszinierendes, emotionales Erlebnis sowie hohe Interaktivität zugleich geschaffen. Diese Technologie entspricht nicht nur den Hygieneanforderungen: Sie animiert Besuchende sensorisch zur Teilhabe und ermöglicht zudem ein innovatives Storytelling. Der Einsatz eines RFID-Chips im Ring bringt zusätzliche Funktionen, zum Beispiel die Erkennung von Personen oder die Mitnahme von Inhalten nach Hause. Das funktioniert nicht nur auf der eigenen Hand, sondern auf jeder dreidimensionalen Oberfläche, sei es Stein, Werkstück oder ein Maschinenteil. Verknüpfen wir das noch mit Ortsdaten, Terminen, individuellen Themen und Indoor-Navigation, entsteht eine räumliche "Informations-Orientierungs-Sphäre" in denen Menschen sich optimal orientieren und zusammen arbeiten können.

nachhaltige Kommunikation: „Travelling tools“ ermöglichen individualisierte Besucherreisen

Individualisierte Visitor Journey: Mit einem digitalen Ausstellungsbegleiter lässt sich jederzeit eine nachhaltige Markenkommunikation generieren. Denn die berührungslose, niedrigschwellige Technologie, die in Armbänder, Anhänger oder kleine Objekte integriert wird, vereint das interaktive Erlebnis vor Ort mit einem Datenspeicher, der nach dem Besuch als Accessoire und Erinnerung mit nach Hause genommen werden kann – wie etwa im Science Center experimenta: Mit einem „digitalen Rucksack“ können hier Erlebnisse an den einzelnen Stationen gespeichert, im Nachhinein daheim angeschaut und über die sozialen Medien geteilt werden.

Bring your own device (BYOD): das eigene Smartphone als Schnittstelle und Erlebnisfaktor. Bei voller Datensicherheit.

Das eigene Smartphone als Interface: Durch das Scannen eines QR-Codes mit dem persönlichen Gerät erhalten Besuchende direkten Zugriff auf webbasierte Plattformen. So lassen sich Inhalte auf Screens steuern, ohne sich anzumelden oder Daten hinterlassen zu müssen. User sehen im digitalen Erlebnis jederzeit live ihren Fortschritt und können auf vertiefenden Online-Content zugreifen. Selbst interaktive Gruppenerlebnisse sind möglich. BYOD ist dabei nicht nur coronakonform, sondern auch kostengünstig, da weniger Hardware vor Ort notwendig ist. Das Beispiel von Essilor zeigt, wie Erlebnisintensität, attraktive Innovation und Verkaufsförderung Hand in Hand gehen können.

Situative informationen - egal wo: Winziger Laserbeamer projiziert auf jede Oberfläche

Interaktion der Zukunft: Dank der optischen Erkennung eines winzigen interaktiven Laserbeamers lassen sich Inhalte jeglicher Art auf beliebige Oberflächen projizieren, mit denen User individuell interagieren können. Damit wird der Traum von situativen Informationen – egal wo – schon heute Realität. Als Lichtknopf kann das laserprojizierte Interface zudem als Button, Schaltfläche oder Spielelement fungieren. Des Weiteren lässt sich eine Objekterkennung integrieren, die es unter anderem ermöglicht, verschiedenste Interaktionen via Tokens auszulösen bzw. zu steuern sobald diese unter dem Lichtknopf platziert werden. Entwickelt wurde diese Technologie im Innovationslabor von Milla & Partner, in Kollaboration mit Bosch Sensortec.

„Reiseführer“ als Give-Aways: Aus einfachen Broschüren werden interaktive Projektionsflächen

Ein interaktives Tool als Give-away-Device: Einfache Broschüren, Kataloge oder Postkarten werden zu interaktiven Projektionsflächen, die von den Besuchenden im Anschluss an den Rundgang mit nach Hause genommen werden können. Dabei erhält jeder User dank einer eigens entwickelten Software seinen eigenen intuitiv bedienbaren, digitalen Begleiter sowie sein persönliches Interaktionsfeld, das ihn aktiv in das Geschehen einbindet und Exponate steuern kann. RFID-Chips speichern die Besuchsinformationen und machen diese für die Nachfeldkommunikation nutzbar. Zum Einsatz kam diese Technologie, die auf 3D-Tracking beruht, als SeedBoard auf der EXPO in Mailand – mit 3 Millionen Usern in sechs Monaten – sowie dauerhaft und in weiter entwickelter Form auch derzeit im Baykomm, der Markenwelt von Bayer in Leverkusen oder im Changi Experience Studio in Singapur.

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